Glück ist Kopfsache

"Das Glück ist im Grunde nichts anderes als der mutige Wille, zu leben, indem man die Bedingungen des Lebens annimmt“

Maurice Barrès (1862 - 1923)


Im Buthan wurde das Glück zum wichtigsten Staatsziel ernannt. So sagte der König

Buthans in den 70er Jahren: "Das Bruttonationalglück ist wichtiger, als das

Bruttoinlandprodukt."


Aber was ist Glück eigentlich?

Vor 900 Jahren wurde mit dem mittelhochdeutschen Wort "Gelücke" (Macht des

Schicksals) das gute Ende eines Ereignisses benannt.

Heute ist Glück laut Duden eine angenehme und freudige Gemütsverfassung, ein

Zustand innerer Befriedigung und Hochstimmung.

Glück ist zum einen ein Zustand der Freude, ein Zustand der Befriedigung. Zum

zweiten ist Glück auch die Bezeichnung für das Eintreffen eines günstigen

Ereignisses. Das Streben nach Glück gehört laut amerikanischer Verfassung zu den

Menschenrechten.


Yoga sagt, dass jeder Mensch tief im Inneren glücklich ist, ja dass die Natur des

Menschen selbst Freude, Glück, ist. Das Gesetz des Karma besagt, dass es keinen

Zufall gibt, weder einen glücklichen, noch einen unglücklichen: Es geschieht, was

langfristig gut ist - und uns zum höchsten Glück führt. (nach YogaWiki)


Was macht glücklich?

Im "World Book of Happiness" zählen Forscher Faktoren für Glück auf:

  • eine stabile Liebesbeziehung

  • Gesundheit

  • ein den eigenen Fähigkeiten entsprechender Beruf

  • Freunde

  • Kinder und

  • Geld für Grundbedürfnisse.

Das Glück deines Lebens wird bestimmt von der Beschaffenheit deiner Gedanken.

Marc Aurel, röm. Kaiser, 121-180


Was können wir für unser Glück tun?


Das große Geheimnis des Glücks ist, dass es zu 90 % vom Inneren eines Menschen

abhängig ist. Wir müssen unser Inneres positiv strukturieren, wenn wir in unserem

Leben glücklich sein wollen.

Yoga kann und ist uns dabei ein guter Begleiter und Ratgeber.


So gibt es zwölf Schritte zum Glück, die die innere Haltung positiv gestalten und stabilisieren.



1. Setze dir ein Ziel

„Sankalpa“: eine Absicht, ein Ziel, eine Vision oder einen Lebenstraum zu

formulieren und zu verwirklichen, gibt das Gefühl von Glück.

2. Verpflichte dich dem Ziel

Sich den eigenen Ideen zu verpflichten heisst im Yoga `Pratribaddhata`.

Es bedeutet auch, mit etwas verbunden zu sein.

Frage dich hier kritisch, ob es wirklich DEIN Ziel ist und bleibe dran.

3. Bleibe dran

„Abhyasa“: kontinuierliches Üben ist ein zentraler Begriff im Yoga.

Es geht um das stetige Wiederaufgreifen seiner Aufgabe, seines Ziels und der

Bemühung zum Erreichen des Ziels.

4. Würdige dein Tun

„Mudita“: Mitfreude und Anerkennung bedeutet sich für sich selbst sowie für

andere zu freuen. Damit verbunden ist der Wusch, dieses Wohlbefinden zu

erhalten und zu stärken.

5. Stelle das Gute und Gelungene in den Vordergrund

„Bhavana“: die Fähigkeit, sich etwas vorzustellen und als inneres Bild so zu

gestalten, dass es förderlich, heilsam und aufbauend wirkt. Innere Bilder

unterstützen die mentale Kräftigung des Guten und Gelungenen.

6. Lass dich vom Glück finden

„Ishvara Pranidhana“: sich einer Kraft hinzugeben, die außerhalb von einem

liegt und gleichzeitig tief in einem verankert ist. Auch bedeutet es,

anzuerkennen, dass wir nicht alles, was geschieht, verstehen können und

manches nicht in unseren Händen liegt.

7. Stärke deine Stärken

„Virya & Ojas“: Virya meint unsere Heldenhaftigkeit und den Mut, mit dem wir

uns tatkräftig der Welt stellen. Ojas die spirituelle Kraft, die uns Wohlbefinden

und eine stabile körperliche Verfassung schenkt.

8. Öffne dich der Freude

„Flow“: Ein Flow ereignet sich, wenn sich die an uns gestellten Anforderungen

und unsere Fähigkeiten in anregender und auch herausfordernder Weise

entsprechen.

9. Kultiviere Dankbarkeit

Auch wieder „Mudita“ (Freude, Freundlichkeit) im Sinne von Wertschätzung

und Dankbarkeit. Dankbarkeit macht nachweislich glücklich, sie vertieft unsere

Beziehungen und fördert gegenseitige Unterstützung.

10. Pflege soziale Beziehungen

Verbringe so viel Zeit wie möglich mit den Menschen, die dir besonders

nahestehen.

11. Kultiviere Liebe & Verbundenheit

„Maitri“ im Sinne von Güte, liebevolle Zuwendung, Wohlwollen und Liebe und

Karuna, der Empathie.

Lass alles, was dir geschieht durch den Filter von aktiver Aufmerksamkeit,

Zugewandheit, Wohlwollen und Mitgefühl fließen.

12. Lerne zu verzeihen

Verzeihen lebt von vielen Momenten des Innehaltens und davon, immer

wieder Abstand zu gewinnen. Verzeihen schafft die Voraussetzung für eine

ganz zentrale, dein Glück enorm steigernde Fähigkeit: das Loslassen. Hier

findest du zu dir selbst zurück, bist wieder in der Lage dich mit dir selbst

anzufreunden. Denn nur das, was du dir selbst gewährst, kannst du auch

anderen entgegenbringen.


Entnommen aus dem sehr empfehlenswerten Buch „Yoga-Glück“ von Anna Trökes und Bettina Knothe


Podcast "Nur die Ruhe"

Höre dir die neue Folge von Marion zum Thema Glück in ihrem Podcast an und erfahre mehr zum Thema, besonders aus Sicht der buddhistischen Psychologie.





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